Musik am Essener Dom

„Alles, was atmet, lobe den Herrn“, so lautet das Motto der Essener Dommusik. Nicht nur für die Gottesdienstbesucher der Kathedralkirche des Ruhrbistums ist der „gute Ton“ der „Musik am Essener Dom“ ein Begriff, ihr Ruf geht weit darüber hinaus. Ihre Wurzeln reichen zurück bis in die Zeiten des 852 von Bischof Altfrid von Hildesheim gegründeten Essener Stiftes. Gemeinsam mit den Stiftskanonikern übernahmen bereits im Mittelalter Sängerknaben den liturgischen Gesang in den Gottesdiensten der Stiftskirche. Die Knaben wurden in der Stiftsschule für ihren Dienst in der Schola Cantorum ausgebildet. Der Essener Liber Ordinarius aus dem 14. Jahrhundert beschreibt die liturgischen Feiern, an denen die Scholaren beteiligt waren.

Heute sorgen neben der 2004 geweihten Rieger-Orgel drei Chöre am Dom für guten Klang in Liturgie und Konzert: der Essener Domchor, die Essener Domsingknaben und der Mädchenchor am Essener Dom. Im Wechsel übernehmen sie die musikalische Gestaltung der Kapitelsgottesdienste, bilden den Rahmen bei Andachten und Meditationen. Sie geben Konzerte und laden interessierte Besucher zum „Hören und Mitsingen“ ein. Orgelkonzerte, gestaltet vom Domorganisten sowie von Gastinterpreten aus dem In- und Ausland, locken zahlreiche Zuhörer in die Bischofskirche.