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Biographie

Der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing ist seit dem Jahr 2014 verantwortlich für die Orgelmusik in Liturgie und Konzert an der Kathedralkirche des Ruhrbistums: Er spielt in den täglich gefeierten heiligen Messen auf der Dominsel und ist künstlerischer Leiter des Internationalen Orgelzyklus’ am Essener Dom sowie der Orgelmeditationen. Die von ihm initiierten und ebenfalls verantworteten Konzertreihe „Dimension Domorgel“ wie auch eine Reihe kammermusikalischer Lunchkonzerte im Kreuzgang erfreuen sich besonders großer Beliebtheit; letztere widmen sich wie die Orgelmeditationen ausgesprochen der Förderung junger Musiker.

Konzerte führen ihn bis nach Doha und Perm, in die großen Kathedralen und Konzerthäuser, so unter anderem in wiederholt in die Elbphilharmonie, ins Konzerthaus Berlin und ins KKL Luzern. Sebastian Küchler-Blessing gastiert regelmäßig bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Leipziger Bachfest, der Bachwoche Ansbach, dem Rheingau Musik Festival und dem Schleswig-Holstein-Musikfestival. 

Von Publikum und Fachwelt hochgeschätzt auch als Improvisator und Kammermusiker, führt ihn seine Arbeit mit Musikern wie Gustavo Dudamel, Hartmut Haenchen und Reinhold Friedrich sowie Ensembles wie dem Windsbacher Knabenchor, Salaputia Brass und dem kammerorchesterbasel zusammen. 21-jährig spielte er sämtliche Orgelwerke von Franz Liszt und musiziert regelmäßig auch an den anderen Tasteninstrumenten: So konzipierte und musizierte er vier Kammermusikkonzerte mit Werken um J.S. Bach bei der Bachwoche Ansbach, improvisierte den Continuopart am Hammerklavier bei einer CD-Aufnahme der Hamburger Streichersinfonien von C.P.E. Bach mit dem Stuttgarter Kammerorchester unter Wolfram Christ und spielte Cembalo und Orgel bei der letzten Bach-Tournee von Claudio Abbado und dessen Orchestra Mozart Bologna.

Sebastian Küchler-Blessing ist Bachpreisträger des Leipziger Bach-Wettbewerbs, gewann den Mendelssohn-Preis und wurde mit dem 1. Preis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg, dem Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und dem Arthur-Waser-Preis des Luzerner Sinfonieorchesters, der höchstdotierten Auszeichnung der Schweizer Musikszene, ausgezeichnet.

Als bislang einziger Organist hatte er noch in der Schulzeit bei „Jugend musiziert“ erste Bundespreise mit Höchstpunktzahl sowie Sonderpreise in den Fächern Orgel solo und Klavier solo gewonnen.

In Karlsruhe, Trossingen und Freiburg von Sontraud Speidel (Klavier), Christoph Bossert, Martin Schmeding, Szigmond Szathmáry (Orgel) und Otfried Büsing (Musiktheorie) ausgebildet, erhielt Sebastian Küchler-Blessing wichtige Förderungen von der Deutschen Stiftung Musikleben, der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Mozart Gesellschaft Dortmund. Bereits als Schüler wurde er in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. 

Sebastian Küchler-Blessing lehrt Orgel und liturgisches Orgelspiel/Improvisation an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Im Wintersemester 2015/16 unterrichtete er  an der Hochschule für Musik Freiburg vertretungsweise für Prof. Martin Schmeding. Ebenso ist er der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen durch eine Masterclass verbunden.

Jurorentätigkeit und Rundfunk- und CD-Aufnahmen runden sein musikalisches Schaffen ab.

Stand November 2019