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FEEL THE MUSIC

Ende September 2014 nahm der Mädchenchor am Essener Dom an einem ganz besonderen Projekt teil:

 

Auf Einladung des Mahler Chamber Orchestra gestaltete er beim Beethovenfest in Bonn am Sonntag, den 28. September, um 11 Uhr ein Familienkonzert:

 

In diesem Konzert erklangen jeweils 2 Volkslieder aus 4 europäischen Ländern, und sie ´erklangen´ in doppelter Form:

 

  • begleitet vom Mahler Chamber Orchestra musizierte der Mädchenchor am Essener Dom die Lieder  –  die Arrangements waren eigens für dieses Konzert erstellt worden;
  • gleichzeitig musizierten 4 Gebärdensprachchöre aus den jeweiligen Ländern diese Lieder in der Gebärdensprache.

 

Das Konzert war Teil des Projektes „FEEL  THE  MUSIC“, das das Mahler Chamber Orchestra parallel zum vierjährigen Zyklus  „The Beethoven Journey“  durchführt. Ausführliche Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

 

Ein ausführliches Video zu „FEEL THE  MUSIC“  finden Sie hier.

 

[Foto: Holger Talinski]

 

Die Zusammenarbeit mit den gehörlosen Kindern und Jugendlichen war für die Sängerinnen des Mädchenchores in vielfältiger Hinsicht beeindruckend, und das Konzert in der Beethovenhalle wurde dank intensiver Vorbereitung aller Beteiligten  ein ganz eigenes „kleines Kunstwerk“. So schrieb der General Anzeiger Bonn in seiner Ausgabe vom 30.09.2014:

 

„Die Idee mag zunächst ein wenig paradox klingen: ein Familienkonzert von und für Gehörlose(n). In der Beethovenhalle war genau das zu erleben, das Mahler Chamber Orchestra präsentierte Ergebnisse aus seinem Projekt „Feel the Music“, bei dem Gehörlose Musik mit allen Sinnen erfahren. Das war auch für Hörende eine ganz neue Erfahrung, denn das einseitige Fixieren auf die akustische Wahrnehmung von Musik – wenn man einmal von ihrer visuellen Inszenierung absieht – kann auch einengen.

 

Auf das Schönste führte das MCO dies bei seinem Familienkonzert in der Beethovenhalle vor, als nämlich Schüler aus Brescia, Prag, Köln und Dublin mit Gebärden jene Volkslied-Texte darstellten, die der Mädchenchor am Essener Dom unter der Leitung von Raimund Wippermann darboten.

Moderator Ralph Caspers – natürlich unterstützt von einer Gebärdendolmetscherin – nutzte die Gelegenheit zudem, auch die akustisch-körperliche Dimension von Musik, etwa von den tiefen Tönen eines Kontrabasses anschaulich zu demonstrieren. So war es am Ende eine gelungene Mischung aus ungewohnten aber ausgesprochen erhellenden Einblicken in eine Welt, die einem Hörenden zumeist verborgen bleibt. Aber auch die kamen in den Genuss eines musikantisch aufspielenden MCO und eines in jeder Hinsicht himmlischen Chorklangs, mit dem der Mädchenchor am Essener Dom aufwarten konnte. Das machte geradezu ohrenfällig, welch ausgezeichnete Chorarbeit hier geleistet wird.“