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„Diese CD ist das Ende eines langen Weges !“

Als der Komponist Rolf Rudin und der Mädchenchor am Essener Dom im Oktober 2010 zum ersten Mal bei einer Probe zusammentrafen, entstand unmittelbar eine Freundschaft, denn Rolf Rudin war in hohem Maße begeistert von der Art und Weise, in der die Mädchen Musik machten, und die Mädchen waren in hohem Maße begeistert von Rolf Rudin.

Die Uraufführung sollte im Oktober 2001 stattfinden, und zur gründlichen Vorbereitung sollte das Werk im Frühsommer 2001 fertig sein  –  aber wie so oft nahm die Komposition deutlich mehr Zeit in Anspruch als zunächst gedacht, so dass bei der Uraufführung am 27.  Oktober 2001 in Bensheim nicht der komplette Zyklus erklingen konnte. Die Uraufführung des vollständigen Zyklus erfolgte am 14. Juli 2002 im Hohen Dom zu Essen.

Das Werk, das nicht nur in seiner zeitlichen Ausdehnung  – rd. 45 Minuten Dauer -, sondern auch in seiner kompositorischen Anlage sehr komplex ist  – die Satzweise reicht von der Einstimmigkeit bis zur 24-Stimmigkeit und von vergleichsweise ´einfachen´ Melodien bis hin zu sehr komplexen Klängen mit mehrfachen Akkordschichtungen -, stellt auch einen mit zeitgenössischer Musik vergleichsweise sehr vertrauten Chor wie den Mädchenchor am Essener Dom vor eine große Aufgabe   –   und dennoch waren die Sängerinnen des Chores immer wieder begeistert, wenn die Noten von Rudin aufgelegt wurden.
Da der Mädchenchor am Essener Dom in erster Linie für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste im Hohen Dom zu Essen verantwortlich ist und für jeden dritten Sonntag ein neues Programm vorbereiten muss, ist die Einstudierung einer so umfassenden und komplexen Komposition, wie sie der Motetten-Zyklus ´Weg zum Licht´ darstellt, nicht eine künstlerisch-pädagogische, sondern auch eine ´logistische´ Aufgabe, weil die langfristige Arbeit an dem großen Werk eingepasst werden muss in die kontinuierliche Pflege und Erweiterung des Programms für den liturgischen Gebrauch. Auf Grund der besonderen Anforderungen der Komposition ist auch eine bestimmte Zahl an Sängerinnen erforderlich, die nicht unter 40 liegen darf, und darüber hinaus sollten die Sängerinnen nicht zu jung sein.

Nach der Uraufführung des kompletten Werkes im Juli 2002 wurden in den folgenden Jahren immer wieder einzelne Sätze ins Programm genommen und in Liturgie und Konzert gesungen, aber erst 2010 gab es wieder eine Besetzung, die in der Lage war, den kompletten Zyklus in Angriff zu nehmen. Mit dieser Besetzung wurde in den folgenden Jahren kontinuierlich der gesamte Zyklus erarbeitet und am  04. Juli 2012 ein zweites Mal komplett im Rahmen eines Konzertes im Essener Dom aufgeführt. Nach dieser sehr gelungenen Aufführung entstand der Gedanke, das Stück für eine CD zu produzieren  –  und sofort entstand wieder ein gewisser Zeitdruck, weil bereits im Sommer 2012 absehbar war, dass auf Grund des doppelten Abiturjahrgangs in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 ein gravierender personeller Umbruch im Mädchenchor am Essener Dom bevorstand.

In 6 Abenden im November 2012 und im Juli 2013 wurde dann die CD-Aufnahme realisiert, und diese CD-Produktion ist für den Mädchenchor am Essener Dom so etwas wie ein ´Meilenstein´, weil damit das große Ziel (endlich) verwirklicht werden konnte, diese Musik, die den Sängerinnen des Chores so viel bedeutet, einmal in einer wirklich ´gültigen´ Fassung aufzunehmen und dem interessierten Publikum zu präsentieren.

Weitere Informationen zur CD, die über das Label Rondeau und den Essener Dom vertrieben wird, gibt es hier.